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Rote Teufel drehen Rückstand Dank eines furiosen letzten Drittels in einen 5:2-Heimsieg gegen Kaufbeuren - "Haben hart für das Momentum gearbeitet"

Dank eines furiosen letzten Drittels drehen die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim zwei Rückstände gegen den DEL2-Fünften ESV Kaufbeuren in einen 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)-Heimsieg und kehren damit auf den siebten Tabellenplatz bei 13 Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Rang (plus das wesentlich bessere Torverhältnis), einen Zähler Rückstand auf Platz sechs und noch sechs ausstehenden Spielen zurück. "Kaufbeuren zwingt jede Mannschaft, hart zu arbeiten. Das haben wir gemacht. Am Ende hatten wir das Momentum auf unserer Seite", resümierte EC-Coach Petri Kujala die 60 Spielminuten, während ESVK-Trainer Andreas Brockmann feststellte: "Wir hatten die Partie im Griff. Dann stellt ein Fehler das Spiel auf den Kopf. Das ist eben Sport."

Nach einer kurzen Abtastphase am Faschingsdienstag gaben die Hausherren mehr oder minder den Ton im Spiel nach vorne an. Die Torchancen lagen (auch bedingt durch Überzahlsituationen) klar auf Seiten der Hessen, die jedoch beste Gelegenheiten durch Niederberger, McNamee und Sylvester liegen ließen. Man kann andersherum aber auch sagen, dass Stefan Vajs im Tor der Allgäuer einen Superjob machte, denn er entschärfte diese Hochkaräter in Manier eines Spitzengoalies der DEL2, wofür der Mann zwischen den ESV-Pfosten ohnehin bekannt ist. Und so kam es, wie es so oft kommen muss: Kaufbeuren ging mit einem schnellen Spielzug durch Jere Laaksonen, der Marcel Brandt in der Defensive förmlich überlief, auf 0:1 in Front (15.).

Es waren gerade mal 31 Sekunden im Mittelabschnitt gespielt, da markierte Cody Sylvester den umjubelten Ausgleich für die Hausherren, die sich diesen redlich verdient hatten. Das fairste Team der Liga kassierte dann aber gleich mehrere Strafzeiten in Folge, was der Ex-Teufel Daniel Oppolzer zur erneuten Gäste-Führung im Powerplay nutzte (25.). Bad Nauheim mühte sich redlich, fand aber nur schwer Zugriff im gegnerischen Slot, wo natürlich auch Stefan Vajs nach wie vor zur Stelle war und Schlimmeres verhinderte. Gleichzeitig mussten die Wetterauer in der Defensive wachsam sein, dass die schnellen Paradestürmer der Bayern nicht den sich bietenden Raum nutzten, um mit Kontern erfolgreich zu sein. Somit entwickelte sich ob des Spielstandes ein spannendes, wenn auch nicht unbedingt hochklassiges Match, das die Fans dennoch in seinen Bann zog.

Der Wendepunkt dann mit Beginn des letzten Drittels: innerhalb von nur 41 Sekunden drehten James Livingston und Dusan Frosch in der 45. Spielminute den Rückstand in eine 3:2-Führung für die Gastgeber. Nun waren die Gäste plötzlich in Zugzwang, so dass die Hessen ihrerseits auf Konter lauerten. Es war jedoch ein platzierter Schlagschuss von Daniel Ketter, der in der 54. Spielminute die Vorentscheidung herbeiführte, exakt 22 Sekunden vor dem Schlusspfiff besorgte Mike McNamee in Überzahl gar den 5:2-Endstand.

Am Freitag geht es für die Roten Teufel nach Crimmitschau, das fünf Punkte hinter den Kurstädtern auf Platz zehn liegt und vielleicht die letzte Chance hat, noch einmal am Heimrecht in der ersten Playoffrunde zu schnuppern. Ein ganz wichtiges Match also für beide Teams. Sonntag erwarten die Wetterauer dann den SC Riessersee (Spielbeginn 18.30 Uhr), der eine Top-Saison spielt und aktuell unangefochten den zweiten Tabellenplatz inne hat. Wir biegen also in die Zielgerade der Hauptrunde ein und nun soll sich die Mannschaft für die gezeigten Leistungen der letzten Wochen belohnen. Man darf als Fan der Roten Teufel somit gespannt sein.

EC Bad Nauheim - ESV Kaufbeuren 5:2 (0:1, 1:1, 4:0)
Tore:
0:1 (14:25) Laaksonen (Monteith, Billich)
1:1 (20:31) Sylvester (Brandt, Mannes)
1:2 (24:10) Oppolzer (Karevaara, Schmidle) PP1
2:2 (44:04) Livingston (Bettahar, Pruden)
3:2 (44:45) Frosch (Erk, Meisinger)
4:2 (53:33) Ketter (Reimer, Niederberger)
5:2 (59:38) McNamee (Sylvester, Krestan) PP1
Strafminuten: ECN 8 / ESV 12
Zuschauer: 1.802




Szene zum 5:2-Schlusspunkt gegen den ESV Kaufbeuren
(Foto: Chuc)

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